Hähnchen und sein Senf – Nachtrag

Ich habe alle politischen Parteien mit folgendem Text angeschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte erklären Sie mir, wie Sie die in folgendem Radiobericht https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/das-huhn-und-die-globale-wirtschaft-folgen-des-welthandels/1306013 angesprochenen Missstände beseitigen wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Geantwortet hat nur die Partei „Die Grünen“ mit dieser Antwort:

Sehr geehrte Frau Tauchmann,

vielen Dank für die E-Mail.

Wir GRÜNE setzen uns seit unserer Gründung für globale Gerechtigkeit
ein. Das wird aber nicht gehen, ohne dass die westlichen Industrieländer
wirtschaftliches Handeln mit der Erreichung von Entwicklungszielen, der
Achtung der Menschenrechte und der Einhaltung der internationalen
Sozial-, Arbeits-, Umweltschutzabkommen und in Einklang bringen. Oder,
um es ganz klar auszudrücken: Es gibt keine T-Shirts für 3,- Euro – den
Preis bezahlen nur andere. Diese Problematik darf man auch nicht aus den
Augen verlieren, wenn man über Flüchtlinge diskutiert.

Unsere Partei fordert deshalb, international tätige Unternehmen dazu zu
verpflichten, Menschenrechtsabkommen, die Kernarbeitsnormen der
Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie internationale
Umweltabkommen in ihrer gesamten Liefer- und Produktionskette
einzuhalten. Zudem wollen wir, dass sich die reichen Industrieländer des
Nordens dazu verpflichten, ausschließlich faire Handelsabkommen zu
schließen, die soziale und ökologische Mindestanforderungen und das
Vorsorgeprinzip in der Produktion beachten, sensible Bereiche wie
öffentliche Infrastruktur, kommunale Daseinsvorsorge, soziale
Dienstleistungen und den Kulturbereich aussparen, keine
Investor-Staat-Schiedsgerichte beinhalten, nachhaltige regionale
Wertschöpfungsketten fördern sowie im Falle bilateraler Abkommen eine
spätere Multilateralisierung erlauben. Wir zudem endlich das Ziel
erreichen, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für globale Entwicklung
auszugeben, indem wir die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit
und internationalen Klimaschutz jährlich um zwei Milliarden Euro erhöhen
und danach die Klimagelder weiter anwachsen lassen.

In den Deutschen Bundestag hatten unsere grüne Bundestagsfraktion in
diesem Bereich zuletzt auch folgendene Anträge eingebracht:

„Kleinbauernerklärung der Vereinten Nationen unterstützen – Rechte von
Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stärken“ (11.09.2018)
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/042/1904215.pdf

„Europas Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden gerecht ausgestalten –
Für eine gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe“ (25.04.2018)
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/018/1901855.pdf

Ich hoffe, ich konnte Ihr Anliegen zufriedenstellend beantworten.

Ähm ja. Thema verfehlt, würde ich sagen. Und man fragt sich dann, warum beispielsweise Herr Hofreiter himself keine ökologisch produzierte Kleidung trägt:

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